1. Wie wirkt Akupunktur?

Die Behandlung mit Akupunktur wirkt im Körper auf energetischer Ebene (chinesisch: Qi). Ziel ist es, das Gleichgewicht des gesamten Körpers wieder herzustellen. In der chinesischen Medizin wird der Körper ganzheitlich betrachtet, d.h. Krankheiten und Beschwerden werden nicht isoliert in Bezug auf ein Organsystem oder einen Körperbereich gesehen. Bei der Akupunktur wird daher immer der ganze Körper und alle anstehenden Beschwerden und Krankheiten behandelt. Auch wenn einzelne Beschwerden auf den ersten Blick keine Verbindung zueinander zu haben scheinen, besteht trotzdem ein funktioneller Zusammenhang über das Meridiansystem - die Energiebahnen unseres Körpers. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie bei der Erstanamnese keine Beschwerden verschweigen - auch wenn Sie Ihnen noch so unbedeutend erscheinen - können Sie für die Therapie entscheidend sein. Dies ist auch der Grund, warum die Behandlung manchmal nicht offensichtlich mit den eigentlichen Beschwerden in Verbindung zu stehen scheint. Seien Sie darüber nicht verunsichert.

Das Prinzip der Akupunktur lässt sich leicht mit dem Vergleich eines Saiteninstruments erklären: Wird durch innere oder äußere Einwirkung die Spannung einer Saite verstellt - vergleichbar mit den Meridianen im Körper-  so ändert sich der Klang und damit auch die Harmonie zwischen den einzelnen Saiten. Um diese Harmonie aufrecht zu erhalten, müssen immer wieder alle Saiten aufeinander abgestimmt werden.

Die Wirkung der Akupunktur kann auf zwei verschiedenen Wegen erfolgen:

- Eine deutliche Besserung der Beschwerden kann sofort zu Beginn der Behandlung erzielt werden oder

- Im Regelfall erfolgt die Besserung über einen längeren Zeitraum. Die Wirkung verstärkt sich mit jeder Behandlung und die Linderung der Beschwerden erfolgt langsam, aber stetig.

2. Was muss ich vor der Akupunktur beachten?

- Kommen Sie möglichst nicht mit sehr großem Hunger oder auch sehr vollem Magen zur Akupunkturbehandlung bzw. geben Sie uns unbedingt Bescheid, wenn dies der Fall sein sollte. Die Akupunktur kann dann so angepasst werden, dass ungünstige Kreislaufreaktionen vermieden werden und eine optimale Wirksamkeit erzielt wird.

- Auch bei Angst vor der Akupunktur/ vor Nadeln, sowie bei starker Anspannung oder Erschöpfung sollten Sie uns auf jeden Fall informieren, damit die Behandlung Ihren Bedürfnissen optimal angepasst werden kann.

- Bitte geben Sie uns ebenfalls Bescheid, wenn Sie an Blutgerinnungsstörungen leiden oder gerinnungshemmende Medikamente einnehmen.

- Idealerweise sollten Sie im Anschluss an die Akupunkturbehandlung etwas Ruhe gönnen: trinken Sie viel, am besten Wasser oder Kräutertees und gehen Sie, wenn möglich, früh ins Bett. Müdigkeit im Anschluss an die Akupunktur ist eine normale Reaktion des Körpers auf die Sie Rücksicht nehmen sollten, damit der Körper sich regenerieren kann.

3. Wann soll ich zur Behandlung kommen?

Bei verschiedenen Beschwerden ist es empfehlenswert, die Behandlung zu bestimmten Zeiten durchzuführen, um einen optimalen Therapieerfolg zu erzielen:

- Beschwerden, die hauptsächlich abends oder nachts auftreten oder sich zu diesen Zeiten verstärken, sollten auch abends oder am späten Nachmittag behandelt werden. Hierzu gehören z.B. Schlafstörungen und Bettnässen.

- Bei Kreislaufbeschwerden, Hypertonie, Hypotonie und Magenbeschwerden ist eine Behandlung am Vormittag empfehlenswert.

- Bei Regelbeschwerden sollte mit der Behandlung ca. 7-10 Tage vor Einsetzen der Regelblutung begonnen werden.

Dies sind jedoch nur Anhaltspunkte, um den Therapieerfolg zu unterstützen. Eine Behandlung zu abweichenden Zeiten ist auch möglich.

4. Während der Akupunktur…

Die Hauptwirkung der Akupunktur erfolgt in der Regel schon innerhalb der ersten Minuten nach der Behandlung. Die übliche Behandlungsdauer beträgt 20-30 Minuten. Dies kann jedoch je nach Beschwerdebild und individuellem Wunsch angepasst werden.

Wichtig ist, dass Sie sich während der Behandlung wohl fühlen und entspannen können. Daher sollten Sie darauf achten, dass Sie in einer für Sie angenehmen Position entspannt liegen können. Bei zu verkrampfter Körperhaltung kann die Energie im Körper nicht frei fließen und die Wirkung wird gestört.

Akupunktur ist eine Reiztherapie. Leichtere Schmerzen während der Behandlung sind möglich und lassen mit der Dauer der Anwendung meist nach. Sollte eine Nadel nach kurzer Zeit jedoch noch sehr schmerzen, geben Sie uns bitte Bescheid.

Es ist nicht nötig, dass Sie während der gesamten Behandlung steif daliegen. Sie können sich gerne behutsam bewegen, nur stärkere Drehbewegungen sollten     vermieden werden, damit die Nadel im Gewebe nicht verrutscht und Schmerzen auslöst.

Das Richtige und bewusste Atmen während der Behandlung kann die Wirkung positiv unterstützen.

5. Wie oft soll ich zur Akupunkturbehandlung kommen?

Generell gilt: Bei akuten Beschwerden, wie z.B. Hexenschuss, akutes Rheuma, Gesichtslähmungen oder Schlaganfall sollte die Behandlung so oft wie möglich – idealer weise täglich - mindestens jedoch alle 2-3 Tage erfolgen. Wenn Sie nach den ersten Behandlungen eine Besserung feststellen, sollten Sie die Behandlung in jedem Fall so lange fortsetzen, bis keine deutliche Besserung mehr festzustellen ist.

Die Weiterbehandlung nach einer kurzen Behandlungspause (s.u.) kann unter Umständen sinnvoll sein.

Bei chronischen Beschwerden sollte die Behandlung alle zwei Tage, mindestens jedoch einmal wöchentlich erfolgen. Eine Behandlungsserie besteht im Allgemeinen aus 10-15 Akupunktursitzungen. Dies kann jedoch individuell variieren. Danach sollte eine Behandlungspause von 3-4 Wochen erfolgen, da sich die Akupunkturpunkte nach einiger Zeit erschöpfen. Im Anschluss daran sollte eine zweite Behandlungsserie erfolgen. Sobald eine deutliche Besserung der Beschwerden eintritt, können die Abstände zwischen den einzelnen Behandlungen vergrößert werden.

Ein Behandlungserfolg setzt Eigeninitiative und Mitarbeit voraus. Dazu gehört auch die Bereitschaft, Verantwortung für den eigenen Körper zu übernehmen und schädliche Einflüsse und Verhaltensweisen zu erkennen und zu verändern!

Die chinesische Kräuterheilkunde verwendet vorwiegend Pflanzenteile (Wurzeln, Rinden, Blüten und Blätter), aber auch Mineralien und Tierprodukte. Sie alle haben in über zweitausendjähriger Anwendung ihre heilende Wirkung bewiesen. Die Medikamente sind immer eine individuelle Zusammenstellung verschiedener Heilkräuter / Mineralien / tierischer Substanzen, abgestimmt auf die Symptomatik des einzelnen Patienten. Diese werden als Dekokte (Tees), als Pulvergranulat oder in Form von Tabletten verabreicht. In der Regel werden die Rezepturen speziell auf die Konstitution und die Erkrankung eines Patienten zusammengestellt und dann selber durch einen speziellen Kochprozess zubereitet. Desweiteren gibt es auf dem Markt fertige Standardrezepturen für verschiedene Beschwerde-Syndrome, die in Form von Granulat als Tee aufgegossen werden können oder als Press-Tabletten wie normale Medikamente eingenommen werden können.

 

 

 

 

 

 

 

 

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