Obst-Enzym-Therapie - schnelle Variante

Enzyme sind ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung. Sie entstehen z.B. bei der Fermentation von Obst und Gemüse. In dieser natürlichen Form sind die wertvollen Inhaltsstoffe für die Verdauung am besten bioverfügbar, das heißt, sie können leicht über die Mundschleimhaut, Magen und Darm aufgenommen werden. Emzyme helfen nicht nur bei der Beseitigung von Giftstoffen im Körper, sondern kurbeln zudem Energiestoffwechselvorgänge an, wodurch der Magen-Darm-Trakt beeinflusst wird und so Probleme wie Verstopfung und überschüssiges Fett beseitigt werden können. Somit können auch Gewichtsprobleme positiv beeinflusst werden. Nebenwirkungen sind kaum zu erwarten.

Bei der Selbstherstellung von Enzymen gibt es unzählige Verfahren, die zwar mehr oder weniger einfach sind, jedoch alle für den eigentlichen Prozess der Fermentation etwas Geduld erfordern. Die Vorbereitungen dafür gehen jedoch schnell von der Hand und auch wirtschaftlich ist die Selbstherstellung lukrativer als ein Fertigprodukt.

In China und Japan werden zur Enzym-Fermentation frische Früchte und Gemüse unter Zugabe von Rohrohrzucker (keinen weißen bzw. raffinierten Zucker) verwendet. Durch den Zucker wird eine Schimmelbildung verhindert.

So stellen Sie nach der asiatischen Rezeptur Ihr eigenes fermentiertes Obst bzw. Gemüse her: Orangen-Zitronen- Fermentation (Sie können alternativ auch Ihr Lieblingsobst/-gemüse verwenden.) Ein paar wesentliche Punkte sollten bei der Zubereitung beachtet werden:

1. Der Gär-Behälter aus Edelstahl, Ton, Glas oder Kunststoff (ohne Weichmacher) sollte in jedem Fall mit kochendem Wasser desinfiziert werden, um das Risiko einer Schimmelbildung zu minimieren. Der Behälter sollte einen Deckel haben, damit man den Prozess der Gärung beobachten kann. Zudem schützt der Deckel den Inhalt vor Staub und Verunreinigungen.

2. Sollten Sie die Fermentation mit der Hand rühren wollen, so waschen Sie sich bitte vorher die Hände sorgfältig mit Seife und trocknen diese dann gründlich. Ansonsten können Sie auch einen sauberen, trockenen Holzstab benutzen.

3. Während des Gärungsprozess werden viele Gase gebildet. Daher ist es wichtig den Deckel nicht zu fest zu verschließen, damit die Gase entweichen können.

4. Das Verhältnis von Früchte/Gemüse und Zucker beträgt ungefähr 1,5 : 1, dies kann je nach Süße des verwendeten Obst/ Gemüses individuell angepasst werden.

1. Obst waschen und trocknen lassen. Sie können auch nur Orangen verwenden, aromatischer und enzymreicher wird es mit ein oder zwei Zitronen.

2. Zitronenschale entfernen und die Zitrone in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden.

3. Orangen mit Schale ebenfalls in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden

4. Den desinfizierten Gär-Behälter mit einer Schicht Zucker füllen

5. Dann werden die Früchte abwechselnd mit einer großzügigen Menge Zucker geschichtet.

6. Wichtig ist, dass die letzte Schicht der Zucker ist.

7. Das endgültige Aussehen sollte in etwa dem obigen Bild entsprechen. Den Deckel locker verschließen.

8. Nach ca. 2 Stunden beginnt der Zucker zu schmelzen und Wasser wird aus den Früchten gezogen.

9. Wenn der Zucker zum größten Teil geschmolzen ist, sollten Sie den Inhalt mit der sauberen, trockenen Hand oder einem sauberen, trockenen Holzstab umrühren (spätestens
nach einem Tag). Wichtig ist dabei, dass Sie den gesamten Zuckerrest auf dem Boden kräftig mit verrühren, damit alles gut vermischt ist.

10. Der Gär-Behälter muss jeden Tag 1-2 Mal umgerührt werden. Während dieses Prozesses werden Hefebakterien kultiviert und der Zucker kann dadurch vergären. Dabei entstehen viele grobe Blasen/ Schaum. Daher ist es wichtig, dass der Deckel nicht fest verschlossen ist, damit die Gase entweichen können und ein Platzen des Behälters vermieden wird.

Der Fermentationsprozess dauert etwa zwei bis vier Wochen, je nach Umgebungstemperatur/ Klima. Abgeschlossen ist die Prozedur, wenn nur noch feine Blasen vorhanden sind.

Für den Verzehr seihen Sie die Früchte mittels eines Siebes oder Baumwolltuches ab, um die reine Flüssigkeit zu gewinnen.

Einnahme/ Dosierung: täglich 30 - 50ml unverdünnt oder je nach Geschmack verdünnt mit Quellwasser (ein Verhältnis von 1:5 ist empfehlenswert) trinken.